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Das Team stellt sich vor: Elisabeth ist goood

Unsere Partnermanagerin Elisabeth hat NPO-Background. Uns hat sie erzählt, was sie zu goood gebracht hat.

Das Team stellt sich vor: Elisabeth ist goood

Von Nunu Kaller am 04.04.2017


Heute stellen wir Euch eine unserer Mitarbeiterinnen vor. Elisabeth Schwerdtfeger ist Partnermanagerin: Sie kümmert sich um die NPOs, die mit uns kooperieren. Für unseren Blog haben wir sie interviewt.

Hallo Elisabeth, warum arbeitest Du für goood?

Obwohl ich die Arbeit von gemeinnützigen Organisationen wichtig und unterstützenswert finde, merke ich, wie schnell ich genervt bin, wenn ich auf der Straße auf Spenden angesprochen werde.  Auch bei sympathischen Menschen fühle ich mich schnell bedrängt. Ich denke, dass es vielen Menschen auch so geht und sie sich unwohl fühlen, wenn sie z.B. Spendenbriefe erhalten. Das ist doch eigentlich schade?!

Ich glaube, dass sich viele gemeinnützige Organisationen mittlerweile ernsthaft fragen, wie sie Menschen besser erreichen können. Keine einfache Aufgabe, aber ich sehe, dass Initiativen wie z.B. das Dry Lands Project sich viel Mühe geben, neue Wege zu finden, mit ihren UnterstützerInnen zu kommunizieren. Gutes tun bzw. andere dabei zu unterstützen soll ja in erster Linie Freude machen!

Mit goood hat jeder Möglichkeit, in Ruhe verschiedene gemeinnützige Organisationen kennen zu lernen und sich über deren Projekte zu informieren. Ich kann dann selbst frei entscheiden, ob ich lieber Tier - oder Bildungsprojekte unterstützen möchte. Der Spendenbetrag ist erstmal klein, und so merke ich zunächst gar nicht, dass ich „etwas entbehre“. Wenn ich Vertrauen gefasst habe und mir das leisten möchte, kann ich jederzeit freiwillig mehr spenden. Außerdem ist es möglich, unterstützte Projekte zu wechseln. Das finde ich zeitgemäß.

Was macht goood für Dich zu etwas Besonderem?

Als ich von goood gehört habe, dachte ich mir „das ist ja wie Charitea oder Viva con Agua fürs Telefonieren“. Zu bewusstem und nachhaltigem Konsum gehört für mich auch, „kaufen“ und „spenden“ miteinander zu verbinden. Gleichzeitig merke ich, wie Menschen um mich herum - und ich nehme mich selbst da nicht aus - skeptisch sind: Können in unserer heutigen Zeit Sachen wirklich einfach und gleichzeitig gut sein? Gibt es da nicht einen Haken? Verschafft sich jemand einen Vorteil auf Kosten anderer?

Ich finde es erschreckend, dass wie negativ wir teilweise geprägt sind! Bei meinem ersten Kennenlernen mit goood habe ich auch sehr viele Fragen gestellt. Mir wurde dabei klar, dass hinter goood Menschen stehen, die es ernst meinen: Die GründerInnen haben Erfahrung, eine Vision sowie eine ordentliche Portion Selbstvertrauen, um ein ambitioniertes Vorhaben in die Tat umzusetzen. Sie lassen aber auch Fragen zu. Das finde ich bewundernswert und bin glücklich, mit Menschen zu arbeiten, die mit mir die gleichen Werte teilen.

Das Fragen hört nie auf! Wir stellen uns tagtäglich den Herausforderungen: Wie können wir Dinge verändern und gleichzeitig in/mit bestehenden Systemen arbeiten? Wie erreichen wir Menschen, die in dieser komplexen Welt etwas verändern wollen, aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen? Wie können wir gemeinsam kleine Schritte gehen, ohne das große Ganze aus den Augen zu verlieren? Welche Aspekte und Ansprüche von Nachhaltigkeit können wir jetzt schon umsetzen und bei welchem müssen wir uns ehrlicherweise mehr Zeit geben? Wie können wir gedankliche Barrieren, dass Unternehmen „böse“ sind und Vereine nur aus „Gutmenschen“ bestehen, aufbrechen? Wie können wir gemeinnützige Organisationen unterstützen, menschennah zu kommunizieren?

Viele dieser Fragen stellen wir uns selbst, andere kommen von neugierigen oder kritischen Menschen – das zeigt mir, dass wir einen Nerv treffen.

Wie setzt Du Deine persönlichen Stärken ein?

Ich hatte immer Lust, neue Dinge auszuprobieren und Menschen zu interessieren oder zum Mitmachen anzuregen. Zehn Jahre lang war ich ehrenamtlich in verschiedenen Organisationen aktiv - das hat mich enorm geprägt und ich habe bis heute viele Freunde aus der Zeit. Nach und nach habe ich mich für soziales Unternehmertum begeistert und meine ersten Erfahrungen unter anderem bei "Herausforderung Unternehmertum" gesammelt. Die Berufswelt, aber auch z.B. eine Weiterbildung zum Thema „Collective Leadership“, haben mir gezeigt wie wichtig es ist Gleichgesinnte zu haben, um Kraft und Mut zu schöpfen. Aber es braucht eben auch gegensetzliche Meinungen – die sind sowieso unvermeidbar. Daher ist Ignorieren keine Option. Ich sehe Debatten, trotz aller Anstrengungen, immer als einen Lernprozess für alle Beteiligten. Die Kunst ist es, sich nicht beirren zu lassen, sondern immer wieder Energie aufzubringen, um das konstruktiv zu nutzen. Nur dann besteht die Chance etwas zu bewegen.

Was inspiriert Dich?

In einem interdisziplinären Team müssen und dürfen wir immer wieder neu unsere Mitte verhandeln und finden. So habe ich täglich das Gefühl, Zukunft mitzugestalten und dazuzulernen, wo Möglichkeiten und Grenzen liegen!

Für mich ist es außerdem wichtig, mich von anderen mitreißen zu lassen! Ich besuche sehr gerne Veranstaltungen von makesense, thechanger.org, UPJ oder dem Social Impact Lab. Außerdem lese ich sehr gern die Zeitschrift enorm und verfolge auf Facebook „Social Start-Ups“.

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