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Interview mit Oliver Bienkowski von der PixelHELPER Foundation.

Oliver Bienkowski setzt sich für die PixelHELPER Foundation mit Hilfe von Kunst für die Einhaltung von Menschenrechte ein.

Interview mit Oliver Bienkowski von der PixelHELPER Foundation.

Von Anna Ramskogler-Witt am 28.03.2017


Die PixelHELPER Foundation macht durch Lichtinstallationen auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam. Wir haben Oliver Bienkowski einen der Gründer für Euch interviewt.

Ihr macht durch Lichtkunst auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam. Was war Deiner Meinung nach Eure erfolgreichste und wichtigste Projektion? Was hofft Ihr mit den Projektionen zu erreichen?
Als wir damals die Lichtprojektion „NSA in da House“ gemacht haben, begleitet von einem ZDF 37° Team, haben wir auf der Hochphase des NSA-Spionageskandals dieses Thema jede Woche durch regelmäßige Lichtprojektionen zurück in die Presse geholt. Über acht Mal haben wir in zwei Monaten auf die US-Botschaften in Hamburg, Düsseldorf und Berlin geleuchtet - und so den medialen Druck auf dem Thema Überwachung durch die amerikanische NSA am Laufen gehalten.

 

Hier kannst Du mehr über das Projekt erfahren und es gleich mit goood unterstützen: 

PixelHELPER Foundation


Warum habt Ihr Euch für Lichtprojektionen als Ausdrucksmittel entschieden? 
Lichtkunst Karikaturen sind für Lichtkünstler das gleiche wie Karikaturen für Karikaturisten.
Durch die Karikaturfreiheit kann es zu keiner Anzeige kommen, wenn wir kurzzeitig ohne dauerhafte Veränderung auf Gebäude leuchten. In letzter Zeit haben wir jedoch mit Großplastiken angefangen, ähnlich wie beim Düsseldorfer Karneval haben wir sechs Roboter der Humanität gebaut, alle vier Meter hoch. Wir wollen demnächst starten und Köpfe von Diktatoren oder andere Forderungen als Großplastik nachbauen, um diese direkt in die Vorgärten der diplomatischen Botschaften zu stellen. 

Wie kam es zur Gründung der PixelHELPER Foundation?
Seit 2011 sind die PixelHELPER als Verein aktiv. Wir haben schnell gemerkt, dass die rechtliche Form einer gemeinnützigen GmbH für uns das Beste ist. Unsere ehrenamtlichen Helfer treten ab und an Rechnungen an uns ab, mit den Geldern können wir mehr gemeinnützige Hilfsprojekte umsetzen und unsere Organisation erweitern.
PixelHELPER versucht auf der einen Seite, mit modernster Technik Lösungen für humanitäre und gesellschaftliche Themen zu finden, auf der anderen Seite, sich mit Kampagnen aktiv für Themen einzusetzen.

Was wünschst Du Dir für die Zukunft?
Noch ist die Welt in Gefahr, sie ist zerrissen, zweigeteilt in arm und reich, ihr wirtschaften bedroht Umwelt und Klima, zudem herrschen in vielen Ländern Steinzeitfiguren, die Morde, Unterdrückung und militärische Gewalt mit Politik verwechseln. Würden die Menschen sich bewusster mit den planetaren Problemen beschäftigen, würde den Meisten ihr steinzeitliches Niveau bewusst.Dies könnte einen zivilisatorischen Entwicklungsschub auslösen, der die Menschen zusammenrücken lässt, die steinzeitlichen Führer entsorgt, die Nationalstaaten überwindet und so eine planetarische Zivilisation mit einer geeinten Menschheit herbeiführt. Weltfrieden.

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