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Die Gartenschule - Bildung und Berufsvorbereitung für junge Geflüchtete

Träger des Projektes

Die Gartenschule - Bildung und Berufsvorbereitung für junge Geflüchtete

S27 – Kunst und Bildung entwickelt experimentelle Projekte und Versuchsanlagen, die die Initiativkraft von jungen Menschen stärken.

Konkret lernen sie, sich und ihre Umwelt besser wahrzunehmen und zu beurteilen (Wahrnehmungsschulung). Sie sollen erkennen, dass die Welt, in der wir leben, von Menschen gemacht ist und deshalb auch in ganz anderer Weise gemacht und gestaltet werden kann. Und sie sollen zu der Überzeugung gelangen, dass sie das, was sie gerade tun wollen, auch wirklich tun können (Selbstwirksamkeit).

Fünf Beispiele unserer Arbeit:
1. Im Projekt CUCULA bauen Geflüchtete Designermöbel, verkaufen diese und finanzieren hierdurch ihre Ausbildung.
2. Im Projekt Die jungen Pächter übernehmen Jugendliche leerstehende Geschäftsräume und stellen eigene Kulturprojekte auf die Beine.
3. Auf dem Coop Campus, einem experimentellen Landschaftsgarten, ziehen Alteingesessene, Hipster und Geflüchtete Ideen für das Zusammenleben in der Stadt groß.
4. In der Bildungsmanufaktur entwickeln Jugendliche mit Künstler*innen Objekte, Skulpturen, Installationen.
5. In den Übungswerkstätten von ARRIVO Handwerk zeigen junge Geflüchtete, was sie handwerklich draufhaben. Dann geht es ins Schnupperpraktikum. Die passgenaue Auswahl des Betriebs und das unverbindliche Kennenlernen führen in die Ausbildung.

Projektbeschreibung

W. Schroff von S27 – Kunst und Bildung

Moussa umarmt einen Schüler nach dem anderen. Der 24-jährige Malier hat heute seinen letzten Schultag. Rund acht Monate lang hat er mit seinen Mitschülern viermal die Woche die Schulbank gedrückt und Deutsch gebüffelt. Nun ist für ihn ein Traum in Erfüllung gegangen. In der kommenden Woche beginnt er eine Ausbildung zum Floristen in einem Berliner Blumenladen.

In einem alten Steinmetzhaus auf dem Jerusalem-Friedhof in Berlin-Neukölln ist im Juli 2015 die Gartenschule entstanden. Dort vermitteln Ehrenamtliche Geflüchteten Deutsch, aber auch Wissen, um sich im Alltag und bei Behörden zurechtzufinden. Mittags wird gemeinsam gekocht und gegessen. Am Nachmittag erwerben die Gartenschüler in der angrenzenden Werkstatt und einem Garten handwerkliche und gärtnerische Fähigkeiten.

Zu den 15 Gartenschülern gehören Asylbewerber und Geflüchtete, die zeitweise keinen Zugang zu Deutschunterricht und Integrationskursen haben. Sie alle warten auf eine Aufenthaltserlaubnis. Um ihre Chancen auf Anerkennung zu erhöhen, bereiten sie sich in der Gartenschule auf Arbeit und Ausbildung vor. Auf dem Lehrplan stehen deshalb auch Berufskunde, Bewerbungstrainings und gemeinsame Exkursionen – wenn möglich auch Hospitationen und Praktika in Berliner Betrieben. 

Um ihnen allen den Unterricht zu ermöglichen, brauchen wir Ihre Hilfe. Wir bitten um Spenden für den Kauf von Lehrmaterialien, BVG-Monatskarten, Verpflegung und Medikamenten. Zudem werden Gelder gebraucht, um Arzt- und Anwaltskosten zu begleichen und Exkursionen durchzuführen.

Die Ehrenamtlichen sind häufig mit Situationen konfrontiert, die sie nur mit professioneller Unterstützung meistern können. So brauchen viele Geflüchteten persönliche Beratung, weil sie mit ihrer Situation mental überfordert sind. Hilfe ist auch bei der Kontaktaufnahme mit Ärzten, Behörden und psychologischen Einrichtungen gefragt. Wir möchten daher einen Sozialarbeiter einstellen, der die Ehrenamtlichen bei diesen Aufgaben unterstützt.

Die Gartenschule ist ein Projekt der „Schlesischen27“ auf dem Gelände der „Gärtnerei“. Das alte Steinmetzhaus stellt der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte kostenlos zur Verfügung. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.schlesische27.de und http://diegaertnerei.berlin.

Du kannst dieses Projekt mit unseren Paketen unterstützen

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